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Philosophie des Anerkennens – Ein verbindendes Prinzip

12,00 

Autor: Theodor Dierk Petzold

ISBN: 978-3-9812012-6-0

Umfang: 140 Seiten, 10 Abbildungen

Erschienen 2000 im Verlag Gesunde Entwicklung

Kategorie: Schlagwort:

Eine wirkliche Neuerscheinung, eine Philosophie, die sowohl eine bewußte Lebenshaltung als auch eine begründete Weltsicht auf höchstem Abstraktionsniveau ist. Eine Haltung, mit der wir die großen äußeren und inneren Umwälzungen unserer Zeit kreativ verarbeiten und mitgestalten können.

Der Autor Theodor D. Petzold ist seit über 25 Jahren als Arzt und Therapeut tätig und hat als Ziel, inhaltlich an der Erneuerung der modernen Medizin, ihrer Denkweise und Praxis mitzuarbeiten. Mit der Philosophie des Anerkennens begründet er einen neuen kulturellen Rahmen auf der Grundlage einer Synthese moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und geistiger und zwischenmenschlicher Einsichten: einen philosophischen Rahmen für eine Heilung der Theorie und Praxis der Medizin.

Anerkennen erzeugt Verbindungen und Zusammenarbeit – wichtige Aspekte von Heilung. Anerkennen dessen, was ist, verbindet uns mit der Gegenwart. Das aristotelische Prinzip der sich ausschließenden Widersprüche von wahr und falsch, von entweder und oder, ist nur für einen sehr begrenzten Teil der Wirklichkeit gültig, wie die Quantenphysik beweist. Die Quantenlogik war Taufpate für das Anerkennungsprinzip. Eine anerkennende Haltung fördert Heilung und ermöglicht synthetisches und universelles Denken.

Inhaltsverzeichnis

A Eine Philosophie des Anerkennens   14

    Einleitung in `Eine neue Art zu denken ...´   14

     Anerkennen als seelisch-geistiger Prozess   18

     Anerkennen und heilen   23

     Vom Widerspruchsglauben des Aristoteles zur Philosophie des Anerkennens   30

     Quantenlogik: Vom Entweder - oder zum Sowohl - als auch   39

    Anerkennen eröffnet Möglichkeiten und neue Lösungswege   43

     Widerspruch als dynamischer Bestandteil des Anerkennungsprinzips   50

     Verantwortungsbewußtes Anerkennen   58

    Wissenschaft als moderne Religion   59

B Das Subjekt als Motor der Evolution   67

     Das Subjekt als Träger des Lebens   67

    Das Systemprinzip - Resonanzen zwischen dem Einen und den Vielen   69

     Schöpferische Beziehungen   72

    Systemisches Verständnis kreativer Beziehungen   77

     Das wahrnehmende und gestaltende Subjekt   80

    Subjekte schaffen dynamische Ordnung und lösen Probleme   86

C Brücken zwischen uns und der Welt   90

     Resonanz als universeller Erkenntnis- und Gestaltungsvorgang   93

     Religiöse und weltanschauliche Brücken   96

    Die Einheit und das Unbestimmte   97

    Information und Energie als Yin und Yang   103

Wissenschaftliche Brücken zwischen Etwas und   117

    Chaostheorie und Gestaltbildung   122

    Literaturverzeichnis   130

    Stichwortverzeichnis   136

Leseprobe

Pressestimme:

"Ein neues, integrierendes Denken mit Heilkraft und Problemlösungspotenz für alle begründet und demonstriert der psychosomatisch orientierte Arzt und Forscher Theodor Dierk Petzold in seiner praktischen ‚Philosophie des Anerkennens'. Mit der nicht-wertenden Anerkennung was ist und der Sowohl-als-auch-Quantenlogik mit ihrer Offenheit für unbekannte Möglichkeiten, sind wir auf dem Weg zu gesünderen Verhältnissen..., ein Weg, den Petzold sehr anziehend darstellt."
"ab 40" 3/2001 S.68

(S.16ff)

Altes und neues Denken

... Mit Hilfe von Beweisführungen war es Wissenschaftlern zu Beginn der Neuzeit gelungen, alte Herrschaftstrukturen, insbesondere die der dogmatischen Kirche zu revolutionieren. Inzwischen ist die aufgebaute Wissenschaftshierarchie bei der Anerkennung von neuen Beweisen zu einem Unterdrückungsinstrument in den Händen der sozio-ökonomischen Hierarchie geworden, zu einem Mittel, die evolutionäre Entwicklung der Menschen zu hemmen.
Diese Unterdrückung hat besonders bei vielen WissenschaftlerInnen eine Denkblockade zur Folge, wenn es darum geht, lebendige, dynamische, geistige Prozesse zu verstehen und anzuerkennen. Subjektive Ansichten werden missachtet und können dann nicht in schöpferische Prozesse integriert werden.

So wird aus der gesellschaftlichen Praxis heraus deutlich, dass dem Beweis-Syntagma der Wissenschaft noch ein >Anerkennungsprinzip< übergeordnet ist, welches im Folgenden näher beschrieben wird.

Dieses Anerkennungsprinzip kann die Grundlage für >eine neue Art zu denken< bilden, weil es noch grundlegender ist als das Widerspruchsprinzip des Aristoteles und sowohl für die Quantenphysik als auch für zwischenmenschliche Beziehungen gültig ist.

Anerkennen als seelisch-geistiger Prozess

Der Vorgang des Anerkennens schafft in unserem Denken und Fühlen ganz andere Verbindungen als derjenige des >Beweisen-wollens<.

Wenn wir etwas beweisen wollen, gehen wir davon aus, dass wir uns im Widerspruch zu anderen Menschen befinden, und wir wollen durch Beweise Recht bekommen, also die Anerkennung einer übergeordneten Instanz gewinnen. Jede verbale Auseinandersetzung wird (zumindest innerlich) zu einem gedanklichen Gerichtsprozess und/oder Machtkampf. Nur solche Gedanken und Gefühle werden herbei gesucht und mobilisiert, die die vertretene Position rechtfertigen können. Dem Beweisen-wollen liegt eine Haltung entweder von Bedrohung oder aber die eines Wettkampfes zugrunde. Beides stimuliert unsere Nebennieren, entweder zur Kampf- oder Fluchtreaktion oder zu einem chronischen Anpassungssyndrom, wenn man nicht der Gewinner ist und keine Aussichten auf diese Rolle hat. Die Krankheiten, die damit in Verbindung stehen, sind vielfältig.

Durch solch eine Grundhaltung einer Kultur werden am ehesten Gedanken und Gefühle der Konkurrenz und der Feindschaft mobilisiert und - was das schlimmste ist - sie werden als ganz normal angesehen. Was entwickelt wird, sind persönliche Höchstleistungen - schon aus Angst vor dem Fall. Dass dabei auch unlautere Methoden zur Blüte gelangen, ist verständlich.

"Es könnten in der Tat alle Recht haben, würde nicht ein jeder darauf bestehen, allein recht zu haben." Manfred Eigen und Ruth Winkler (1975,1996) S. 11

Anders wenn wir als Grundhaltung haben, dass ein Zusammenwirken die besten Ergebnisse bringen wird, dass wir die Ansichten und Überzeugungen unserer Mitmenschen anerkennend verstehen wollen. Wir gehen davon aus, dass unsere Mitmenschen genauso Recht haben, wie wir, also wirklich gleichberechtigt sind. Was nicht heißt, dass alle gleich sind. Wir suchen dann in unserem Gegenüber die Meinungen und Äußerungen, die uns gefallen, die bei uns eine positive Resonanz bewirken und Möglichkeiten eines Zusammenkommens aufzeigen. Dort, wo dies nicht ist, kann es kein fruchtbares Zusammenkommen geben.

Ein Mensch, dessen Grundlage die Anerkennung ist, kann sich entspannen und alleine oder gemeinsam mit anderen kreativ werden. Die Kreativität entsteht aus Freude, nicht nur aus der Not. Gedanken und Wünsche der Zusammenarbeit werden geweckt. Mit der Grundidee des Anerkennens sind die Menschen in ihrer Potenz, denn mit ihrer Anerkennung in zwischenmenschlichen Beziehungen geben sie den Mitmenschen Recht und Wert. Durch Anerkennen fördern wir Bewegungen; Anerkennen ist eine positive Rückkopplung in Beziehungen zwischen Menschen. Es bildet die Grundlage und die Anknüpfung für Veränderungen, Synergismus und Synthese.
Anerkennen bedeutet nicht automatisch zustimmen. Es bedeutet auch nicht, dass ein anerkannter Zustand so bleiben soll. Es ist eine paradoxe Erfahrung: Damit ich einen Zustand verändern kann, muss ich ihn erst einmal in allen seinen Dimensionen anerkennen.

S.128:

Zusammenfassung

Im letzten Kapitel werden Brücken aufgezeigt, die moderne Wissenschaftszweige entwickeln. Brücken zwischen Energie und geformter Masse, zwischen Quantität und Qualität. Diese Brücken finden wir in Vorstellungen und Modellen zur Gestaltbildung. Die mathematischen Gleichungen, die Gestalt bildende Prozesse beschreiben, beinhalten transzendente Zahlen und deuten damit einen Bezug zum Unbestimmten an. Die mathematischen Gleichungen kommen damit den im vorhergehenden Kapitel dargelegten philosophischen Vorstellungen sehr nahe.
Damit hat unser äußerster kultureller Rahmen eine Abrundung erhalten. In allen maßgebenden Abschnitten: in der Lebenseinstellung, in der historischen Betrachtung, in den religiösen und weltanschaulichen Überlegungen und zuletzt in modernen wissenschaftlichen Vorstellungen zur Gestaltbildung - in all diesen Abschnitten gibt es keine Ausschließlichkeit und keine geschlossenen Grenzen - wohl aber eine dialektische Logik der Entwicklung von Widersprüchen auf der Grundlage der Einheit.

Anerkennen der zugrunde liegenden Einheit führt zum Erkennen von Resonanzen zwischen Information und Energie, die erkennend und gestaltend wirken. Erkennen und gestalten zeigen sich als zwei Seiten universaler Beziehung: der Resonanz. Jedes Subjekt schwingt in Resonanz mit seiner Umgebung, letztendlich mit dem Universum. Resonanz ist ein Mitschwingen in Eigenschwingungen.

Unsere Eigenschwingungen, unsere Subjektivität, vibrierend in Resonanz mit universalen Schwingungen, machen unseren Beitrag zur Evolution aus. Mit einer Philosophie des Anerkennens öffnen wir unser Denken auch für universale Informationen.

So ist unser innerer Rahmen mit dem äußeren Rahmen in einer resonatorischen Beziehung: Wir passen unser Wahrnehmen, Empfinden, Denken und Handeln immer wieder unserer sichtbaren und unsichtbaren Umgebung an - entsprechend unserer eigenen Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse. Durch unsere Resonanz in Eigenschwingungen geben wir Impulse für unsere Umgebung, die ihrerseits in Resonanz geht ... usw.: Es schwingt eine Symphonie der Evolution, die sich durch Anerkennen zur klingenden Fülle entfalten kann.


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